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Unsere Treffen

In Protokollen und Zusammenfassungen


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1. Treffen: Freitag, 18. Februar 2000

Am 18. Februar 2000 kamen wir das erste mal zusammen, um eine regionale Autorengruppe ins Leben zu rufen [damals noch unter dem Namen "KeimZeit – Erlanger Literaturzirkel zur Jahrtausendwende", den wir jetzt aus rechtlichen und anderen Gründen nicht mehr führen]. Auch wenn nicht alle Interessenten anwesend sein konnten, blieb bei den Anwesenden doch überwiegend ein positiver Eindruck von dem Vorhaben. Dies verdanken wir nicht zuletzt auch dem Erscheinen der Gruppe "das Netz", mit der wir (und sie mit uns) eine enge Zusammenarbeit planen.
Da jedoch nur fünf "eigentliche Gründer" beim "Gründungstreffen" anwesend waren, gestaltete es sich als beinahe unmöglich, schon unser gesamtes Vorhaben bezüglich Idee und Organisation abzustecken.
Während "das Netz" wohl eher eine überregionale Gruppe einiger gut befreundeter und aufeinander eingespielter Künstler ist und ein wenig "underground"-Flair besitzt, ist unsere Linie noch längst nicht klar und hängt auch maßgeblich von Euren Vorstellungen ab.
Ich persönlich sehe einen wichtigen Punkt in der Zusammenarbeit mit Leuten, die bereits schon ein veröffentlichungswürdiges Werk geschrieben haben, diesem noch den letzen Schliff geben und dieses dann verlegen lassen wollen. Welche Möglichkeiten gibt es, potentielle Verleger auf uns aufmerksam zu machen?
Genauso wichtig ist aber auch die Förderung neuer Projekte. Deshalb soll unsere Gruppe vor allem ein "Kreativer Workshop" sein. Dafür genügt selbstverständlich auch der Wille zum Schreiben, ein fertiges Werk ist ausdrücklich keine Bedingung für die Teilnahme an unserer Gruppe.
Der Spagat zwischen neuen und alten Projekten sollte kein Problem werden, da neue Künstler von den Werken, Erfahrungen und Fehlern der anderen lernen und profitieren können. Und diejenigen, die bereits seit mehreren Jahren an einem Projekt arbeiten, werden sich gewiß über etwas frischen Wind freuen, wenn sie Impulse für neue Vorhaben suchen.
Um unser Konzept bestmöglich zu realisieren, muß ein gewisser organisatorischer Aufwand bewältigt werden, den ich alleine weder tragen kann noch tragen möchte (undemokratisch!). Dazu habe ich auf unserem ersten Treffen einige Punkte angesprochen:

» Versenden von Kurznachrichten (bzw. Anrufe) vor den einzelnen Treffen
» Kurze literarische Zusammenfassungen oder schlichte Protokolle der einzelnen Treffen
» Organisation einer eigenen Zeitung, die sowohl als gruppeninternes Blatt als auch als Vermittlung unseres Schaffens an die Öffentlichkeit konzipiert werden soll
» Recherche: Wann findet der nächste Literaturwettbewerb statt? Wo können wir uns mit bekannteren Autoren oder Verlagen und Verlegern treffen (Lesungen, Messen, Treffen anderer Gruppen...)?
» Räumlichkeiten für unser Treffen
» Organisation einer "Grundverpflegung" (Kaffe und Tee, Kekse und Kuchen...) für unsere einzelnen Treffen
» Wollen wir Vereinsstatus?
» Planung von Gemeinschaftsprojekten (siehe auch Literaturwettbewerb!)
» Workshop Recht (Urheberrecht, Schutz vor Plagiaten, Vertragsgestaltung etc.)... Wer kennt sich damit aus?
» Virtuelle Präsenz (Homepage)
» PR: Wie gehen wir an die Öffentlichkeit? Wo können wir Beiträge und Artikel unserer Gruppe plazieren?
» Sonstiges: Kommentierte Verlagsliste (abgestimmt auf unsere Anforderungen) und Ideenpool, wo wir überschüssige, kreative Energie der gesamten Gruppe zugänglich machen können.
» Und welches spezielle Anliegen hast DU???

Sehr erfreulich war auch die Tatsache, daß wir uns am Schluß unseres ersten Treffens sogleich mitten in die konstruktive Kritik und auf ein Werkes stürzen konnten, das uns Jan-Philipp Heilgenthal von sich vorstelle. Ich hoffe, daß unsere Anregungen und Anmerkungen hilfreich gewesen sind, auch wenn Dein Projekt noch längst nicht ausreichend begutachtet wurde,Jan!

Anwesend waren am 18. Februar: Stephan, Philipp, Michael, Carsten, Christian sowie die Gruppe "das Netzt" mit folgenden Teilnehmern: Simon, Uwe, Olli und Marc.




2. Treffen: Donnerstag, 4. Mai 2000

Unser zweites Treffen bewies schon, daß "Keimzeit – Erlanger Literaturzirkel..." keine "Eintagsfliege" ist. Auch wenn wir abermals ein nur relativ kleines Grüppchen blieben, waren doch bereits neue Gesichter zu sehen. Auch diese Zusammenkunft besaß also noch Kennenlern-Charakter. Wir trafen uns wieder um 20 Uhr im "Unicum"; ein relativ hoher Lautstärkepegel machte es unmöglich, sich bereits mit weiterer Literatur zu beschäftigen. Dennoch war dieses Treffen wichtig, um eine Brücke über den langen Zeitraum zu schlagen (Semesterferien; leider waren die meisten von Euch fort!), in dem keine weiteren Sitzungen zusammenkamen.
Eine noch unvollständige Teilnehmerliste sowie die Protokolle zum ersten Treffen wurden verteilt. Allgemeiner Informationsaustausch und erste Eigeninitiative einzelner Teilnehmerinnen und Teilnehmer bezüglich der Übernahme von organisatorischen Aufgaben bestimmten dieses Treffen. Es besteht die Hoffnung, daß wir bald eine eigene Räumlichkeit für unser Beisammensein bekommen. Dazu möchten wir uns weiterhin an die Stadt wenden (Christian), beim E-Werk "anklopfen" (Yvonne) sowie bei Frankenhof (Christian) und beim Hausmeister der "PhilFak" (Yvonne) nachfragen. Bitte Ergebnisse bezüglich der Literaturwettbewerb-Recherche oder Raumsuche an mich weiterleiten, damit ich diese an alle verteilen kann!
Anwesend waren am 4. Mai: Yvonne, Michael, Jörg, Otmar, Christian und Carsten.

PS: Im Theatercafe (bei Habib Bektas) ist an jedem 2. Sonntag im Monat ein "Treffpunkt Literatur im Theatercafé". Eine gute Möglichkeit, um sowohl Autoren als auch "Kultur-Funktionsträger" kennenzulernen!




3. Treffen: Donnerstag, 25. Mai 2000

Nach vielem Hin- und Hergerenne gelang es mir endlich, eine Räumlichkeit für unsere Autorengruppe zu organisieren. Bis Ende Dezember stellt uns das Freizeitamt der Stadt kostenfrei einen Raum zur Verfügung, der nach eingehender "Inspektion" von Michael und mir als ausgezeichnet befunden wurde. Etwas enttäuscht waren wir darüber, daß wir beide die einzigen auf dieser Sitzung blieben. Offensichtlich muß solcherlei wohl längerfristiger angekündigt werden, um die nötige Aufmerksamkeit und Akzeptanz zu gewinnen. Wenn es aber selbstverständlich wäre, neben seinem normalen Briefkasten auch täglich den E-Mail-Briefkasten zu leeren, hätte das eigentlich nicht passieren dürfen! Die Veranstaltung war immerhin zwei Tage vorher festgemacht und bereits eine Woche vorher vage angekündigt (Sorry, früher hatte ich noch keine Zusage für den Raum).

Wo nun aber ein regelmäßiger Sitzungsturnus möglich geworden ist, wird es diese Probleme künftig wohl nicht mehr geben. Michael und ich haben uns in Abwesenheit der anderen bereits festgelegt, da eine Festlegung der Raumnutzung dem Freizeitamt gegenüber notwendig war. Michael verwaltet übrigens seit heute unseren Treffpunkt. D.h. er unterschreibt den Vertrag mit der Stadt und kümmert sich um den Schlüssel. Damit ist er sozusagen unser "Key-Master"!  :-)

Wir treffen uns also künftig an jedem 2. und 4. Donnerstag im Monat um 19:00 Uhr im Gemeinschaftshaus Bruck, Fürther Str. 52. Anfahrtsweg siehe Rundmail vom 23.05.

Anwesend waren am 25.05.2000: Michael und Christian.

Nächster Termin: 08.06.2000




4. Treffen: Donnerstag, 8. Juni 2000

Die Hoffnung, daß eine feste Räumlichkeit die Anfangsbegeisterung zumindest erhalten und uns darüber hinaus weitere Möglichkeiten eröffnen würde, erfüllte sich noch nicht. Wieder war nur eine unerklärlich kleine Gruppe anwesend. Eine neue Teilnehmerin konnte von unserem Vorhaben begeistert werden.
Besprochen wurde eine Neuauflage der Plakataktion, um neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf uns aufmerksam zu machen. Wir einigten uns darauf, die nächste Plakatgeneration inhaltlich kurz und knapp zu halten. Das Design der Plakate hängt auch davon ab, inwieweit wir demnächst eine Homepage unter unserem Namen ins Netzt stellen können. Rechtliche Probleme könnten sich durch die Musikgruppe "KEIMZEIT" ergeben, weshalb wir uns wahrscheinlich nach einem neuen Namen umsehen müssen.

Anwesend waren am 08.06.2000: Gabriele, Michael und Christian.

Nächster Termin: entweder 22.06.2000 oder 13.07.2000




5. Treffen: Donnerstag, 13. Juli 2000

Unsere Autorengruppe lebt – wenn auch nicht mehr lange unter dem Namen "KeimZeit...". Erfreulich: Wir waren dieses Mal zu fünft (Michael, Gabriele, Jörg, Andreas, Christian). Neu dazu kam Andreas, der zwar noch kein berühmter Autor ist, aber bereits mehrfach Erfahrung mit Verlagen gesammelt und mehrere Bücher geschrieben hat, an Literaturzeitschriften mitarbeitet und uns sehr weiterhelfen kann und will.

Unser Top-Thema war: Fleisch und Skelett.

Das organisatorische Skelett steht nun halbwegs. Einziges Problem: der bisherige Name ist schon belegt und führt zudem manchen zu sehr "ins Esoterische". Die Namensdiskussion soll aber nicht ausufern, schließlich geht es uns um etwas anderes. Wir brauchen aber einen Namen. Sehr schnell. Und möglichst einen, der unsere künftige Entwicklung offen läßt und damit voll ins bisherige Konzept paßt.

Bis zu unserem nächsten Treffen (27.07.) sollen deshalb ALLE TEILNEHMER bis zu FÜNF "konzeptkompatible" NAMENSVORSCHLÄGE vorbereiten, über die wir dann abstimmen werden!

Weiterer Punkt: Es scheint sich eine weitere Autorengruppe zu bilden, die offensichtlich nichts von uns weiß. Bevor wir anfangen uns unnötig Konkurrenz zu machen (die zwar bekanntlich das Geschäft belebt, hier aber nicht funktionieren wird, da es einfach zu wenig schreibwillige und vor allem gute Autoren gibt) wollen wir diese bisher kleine Gruppe kontaktieren und dazu einladen, bei uns mitzuwirken. Eventuell können wir so auch mit dem E-Werk (Schreibwerkstatt) ins Gespräch kommen.

Fleisch:
Ab der nächsten Sitzung wird auch schon literarisch gearbeitet, also VORGELESEN und KRITIK geübt. Es lesen aus ihren Werken: Michael Cyran (Lyrik) und Andreas Neuner (Roman oder Essay). Besprochene Texte werden auf Wunsch in Form eines Exposés im Internet veröffentlicht, auf unserer künftigen Homepage.

Es wird also spannend!




6. Treffen: Donnerstag, 27. Juli 2000

Nächstes Treffen: Donnerstag, 10. August im Gemeinschaftshaus Bruck, ab 19:00 Uhr. Wir werden auch während der Semesterferien ganz normal weiter Treffen abhalten, um damit schon eine mehrfach gestellte Frage zu beantworten.

Tobias hat uns eine feste Räumlichkeit im E-Werk organisiert, die wir ab dem 23.08.2000 (Mittwoch) nutzen wollen. Von da an werden unsere Treffen IMMER ZWEIWÖCHENTLICH (also nicht mehr am 2. und 4. Donnerstag im Monat) MITTWOCHS stattfinden, 20:00 Uhr. Gruppenraum 4, E-Werk, oberster Stock. Wir bekommen keine Schlüssel, es hat aber immer jemand im Haus Dienst, der auf- und absperrt. Der Raum faßt 20 Personen und muß erst verlassen werden, wenn das E-Werk nachts schließt.

Dieses Treffen war schon vorbildlich für den Verlauf weiterer Zusammenkünfte. Andreas laß nachdenkliche Abschnitte aus seinem modernen Deutschland-Reisebericht und Michael erfreute uns mit einer Reihe komisch-ironischer Gedichte. Fast genauso lustig war die anschließende Namensdiskussion, in der ungebändigte, kreative Mächte entfesselt wurden. Zuerst gab es eine Mehrheit für "Federlesen", das aber nicht von allen akzeptiert wurde. Schließlich lautete ein Einfall "Wortwerk", der auf allgemeine Zustimmung und auch Begeisterung stieß.

Anwesend waren: Andreas, Jörg, Carsten, Tobias, Christian, Dirk, (Jan-)Philipp

DAS THEMA NAMENSFINDUNG IST LEIDER NOCH NICHT ABGESCHLOSSEN! BITTE VIA MAIL ODER ANRUF EURE MEINUNGEN UND VORSCHLÄGE UMGEHEND AN MICH SCHICKEN, DAMIT ICH DIESE AN ALLE VERTEILEN UND ZUR ABSTIMMUNG FREIGEBEN KANN!!! Wir werden via Mail und Telefon abstimmen, da ich nicht davon ausgehe, daß wir einmal ALLE auf einer Sitzung anwesend sein werden.

(Ihr könnt Eure Stimme auch jetzt schon verbindlich abgeben, ohne auf neue Vorschläge zu warten!)




7. Treffen: Donnerstag, 10. August 2000

Dies war folglich unser letztes Mal in Bruck. Wieder durften wir neue Interessierte bei uns Willkommen heißen: Karsten, Frank und Manfred. Unter freiem Himmel saßen wir zusammen – es war lustig und interessant – wie auch schon das vorhergehende Treffen. Dirk las eine größere Auswahl seiner Gedichte vor, die tiefen Eindruck hinterließen, zu deren Verstehen und Begreifen – sofern dies überhaupt im konventionellen Sinne möglich und beabsichtigt ist – wir uns aber erst hinarbeiten mußten. Sozusagen.
Jörg laß ein paar originelle Kurzgeschichten, die ebenfalls rege diskutiert wurden. Den Abend ließen wir wieder in einem örtlichen Gasthaus ausklingen. Das war's in etwa.
Anwesend: Michael, Dirk, Jörg, Tobias, Christian, Manfred, Karsten, Frank




8. Treffen: Mittwoch, 23. August 2000

Endlich unser erstes, lange ersehntes E-Werk-Treffen. Unser für diese Zusammenkunft angekündigter Leser war leider nicht anwesend, weshalb ich mit einem Kapitel aus meinem Roman "Die Zweite Schöpfung" aushalf. Im Anschluß daran eine ausdauernde, ergiebige Diskussion, in der sehr kritisch mit dem soeben Gelesenen umgegangen wurde. Insbesondere Andreas vermochte dank eigener Erfahrungen den unerbittlichen Lektor zu mimen. Tobias erfrischte uns zum Ausgleich mit einem originellen Chamäleon-Gedicht, das die Liebesmüh dieses armen Tieres thematisiert.
Überraschend und erfreulich war auch diesmal wieder der Zustrom an weiteren Interessentinnen (zwei Damen) und Interessenten (ein Herr). Da ich deren Namen leider vergessen habe (Sorry!), sieht unsere "Anwesenheitsliste" so aus: Dirk, Christian, Andreas, Tobias, Jörg, zwei Damen und ein Herr :-)
Alle zeigten sich übrigens sehr zufrieden mit den neuen Räumlichkeiten (ein Dankeschön nochmals an Tobias für die Organisation) und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem E-Werk. In den Programmbroschüren sind wir übrigens schon angekündigt!
Inzwischen entwickelte sich die Namensdiskussion schon zum "Running Gag", weshalb Anwesende beschlossen, sich auf den Namen "Wortwerk" zu einigen. Diskutiert werden muß nur noch ein Zusatz, etwa in der Art: "Autorengruppe Wortwerk Erlangen" oder "Erlanger Autorengruppe Wortwerk"...
Nach der Sitzung fanden wir uns noch in der hauseigenen Kellerkneipe ein.
Unser nächstes Treffen: 06.09.2000. Jetzt immer im zweiwöchentlichen Rhythmus mittwochs um 20:00 Uhr, E-Werk, Gruppenraum 4.




9. Treffen: Mittwoch, 6. September 2000

Eine weitere, spannende Zusammenkunft mit rekordverdächtiger Teilnehmerzahl. Wir einigten uns (wenn auch nicht einstimmig) darauf, unsere Treffen im Gruppenraum rauchfrei zu gestalten. Danke an die Raucher für ihre Rücksichtnahme! Tobias und Karsten lasen vor. Tobias gab einige seiner durchaus im klassischen Stil gehaltenen Gedichte zum Besten, die teils pathetisch und alle sehr ansprechend waren. Karsten verwirrte uns mit zwei sehr interessanten und nicht einfachen Textauszügen, die ziemlich experimentell daher kamen und heißen Diskussionsstoff boten. Nebenbei wurden meine Protokolle gelobt. Ich versuche immer noch herauszufinden, wie ironisch das gemeint war. Zuletzt (nach dem obligatorischen Kneipenbesuch) machten wir endlich unseren Namen fest, da es draußen sowieso regnete. Eh schon egal. Es gibt jetzt kein Rütteln mehr:
"Wortwerk Erlangen – Autorengruppe."
Manfred und ich basteln schon an einem ansprechenden Logo. Anwesend waren (Liste ohne Gewähr): Karsten, Tobias, Katharina, Jörg, Manfred, Christian, Christoph, Andreas, Dirk, Ottmar und ein Neuzugang (m)
So long...




10. Treffen: Mittwoch, 20. September 2000

Wir fühlen uns schon richtig daheim im E-Werk. Im E-Wort-Werk. Nur ich armer Tropf komme immer mehr mit den Namen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durcheinander. Es lasen Katharina und Manfred. Dessen bin ich mir noch sicher. Katharina trug aus ihren Märchen und Gedichten vor. Ein – meiner bescheidenen Ansicht nach – sehr gelungenes davon ist nun auch in unserer Lyriksammlung. Manfred ließ uns von seinen verrückten Brüchen probieren, die (unbeabsichtigt?) fast alle seine Werke durchsetzen. Wieder Abschluß in den Kellerbühnen. Anwesend waren: einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gruppe und einige Gäste. Der Übergang zwischen Gast und Teilnehmer ist fließend, eine ordentliche Teilnehmerliste wird schwierig bis unmöglich. Man möge mir verzeihen, daß ich diese diesmal ausspare.




11. Treffen: Mittwoch, 4. Oktober 2000

Gemütliche Zusammenkunft Nr.11. Fast schon Routine, aber immer wieder mit Überraschungen. Sandra, unsere wohl jüngste Teilnehmerin, las ausgewählte Gedichte der etwas düsteren Art. Diese wurden ausführlich diskutiert. Dabei wurden auch allgemeine Fragen gewälzt, etwa, inwieweit man Lyrik überhaupt kritisieren kann und soll. Dirk las anschließend ein während des Treffens entstandenes Gedicht und weitere. Seine ganz eigene Art macht den Zugang zu seinen Stücken äußerst schwierig. Dennoch kann man sich ihrer Wirkung kaum entziehen, auch wenn – oder gerade weil seine Lyrik nicht unwesentlich vom Vortrag lebt. Dann: Kellerbühne. Anwesend: Andreas B., Hajo, Sandra, Dirk, Manfred, Christian, Frank, Katharina, Andreas, Tobias, Jörg




12. Treffen: Mittwoch, 18. Oktober 2000

Wir werden immer produktiver. Und genialer. Und schöner natürlich auch. Mit anderen Worten: uns geht's (zu) gut. Es lasen: Frank – Fra(nk)gmente, die vielleicht mal ein historischer Roman werden, Dirk – Gedichte mit unterschiedlich schwerem Zugang, Christian – Gedichte im klassischen Stil, was ja heute voll "out" ist. Dann kamen wir noch auf die wunderbare Idee, ein kreatives Experiment zu starten: Jeder schrieb zwei beliebige Wörter auf je einen Zettel. Die Zettel wurden gemischt, blind gezogen und so wieder neu verteilt. Mit den so erworbenen Schlüsselwörtern galt es nun für jeden, innerhalb kürzester Zeit etwas zu produzieren. Die Ergebnisse dieser Übung sind in unserem "Lyrischen Sammelsurium" zu bewundern und mit "Experimentalgedicht" gekennzeichnet. Anwesend waren: Nina, Christoph, Gabriele, Jörg, Dirk, Christian, Michael, Tobias, Frank, Katharina, Manfred. Und natürlich ('tschuldigung!) SANDRA!




13. Treffen: Mittwoch, 1. November 2000

Trotz Feiertag gab es keine Pause. Ein fester, 14tägiger Rhythmus ist der größte Segen für eine Veranstaltung wie die unserige, kein Feiertag der Welt ist es Wert, diesen über den Haufen zu werfen! Uns fehlte auch der Leichnam, und Frondienste mußte ebenfalls keiner leisten. Wenn man von den Lesungen absieht. Da waren es in erster Linie Jörg und Michael, die Werke von sich vorstellten. Jörg eine Reihe Kurzgeschichten mit dem humoristisch-ironischen Touch eines Moralisten. Michael trug uns eine schwermütige und tiefe Kurzgeschichte, sowie eine witzige vor, beide hatten eine besondere Note, die ich hier mit "Seele" umschreiben würde, so wie man es im Großen bei Schriftstellern Osteuropas und Rußlands findet. Zum Abschluß ließ ich mich nicht davon abbringen, noch ein älteres Gemeinschaftswerk von Jörg und mir vorzustellen, das sich als durchaus nicht leichte philosophische Kost erwies und mit einer ungeahnten Wendung zu überraschen vermochte. Die Kellerbühne besiegelte den Abend. Anwesend: Jörg, Michael, Christian, Manfred, Sandra, Karsten, Tobias, Katharina, Dirk, Philipp, Frank. Zu Gast: Claudia.




14. Treffen: Mittwoch, 15. November 2000

Erfreulich: längst hat sich ein "Vortreffen" zu unseren Zusammenkünften etabliert, wo sich eine Stunde vor deren offiziellem Beginn die Experimentierfreudigsten und vielleicht Produktivsten (?) in unserer Schreibwerkstatt treffen (gleicher Ort, das E-Werk scheint hier sehr flexibel zu sein – Danke!). Dort entstehen dann so ansprechende Sachen wie Kühlschranklyrik, bisweilen aber auch Dinge mit mehr Anspruch als den der Experimentierlust. Um Anspruch ging es auch in unserem eigentlichen Treffen. Der Ton – und das wurde langsam Zeit – wird gelegentlich etwas deutlicher, man traut sich nun auch, negativere Urteile abzugeben. Insbesondere stellte sich die Frage, inwieweit ein gutes Gedicht in extrem kurzer Zeit entstehen kann, oder ob man die Güte eines Werkes nicht zuletzt auch daran erkennt, ob jemand offenbar viel Mühe (und damit auch Zeit) in seine Zeilen gesteckt hat oder nicht. Es muß möglich sein zu kritisieren, ohne sich ständig entschuldigen zu müssen, auch wenn das unvermeidbar Wunden hinterläßt. Mitunter ist solche Kritik die wertvollste. Wir hörten also wieder einmal Werke von unterschiedlicher Güte. Es trugen vor (Reihenfolge ohne Wertung): Gedichte: Sandra, Frank, Christian, Dirk und Henning. Kurzgeschichte: Philipp. Anwesend waren neben den Vortragenden: Gabriele, Tobias, Andreas, Jörg, Manfred und Michael. Die Anwesenheitsliste erhebt – wie immer – keinen Anspruch auf Vollständigkeit und gibt eher den Stand meiner Erinnerungsfähigkeit wieder.




15. Treffen: Mittwoch, 29. November 2000

Ich möchte gleich zu Beginn wieder auf eine verrückte Neuerung aufmerksam machen: Auf unserem Forum gibt es nun die sogenannten "Protocollagen". Sie sind eine wichtige und witzige Ergänzung zu dieser relativ nüchternen und langweiligen Protokollsammlung und ermöglichen einen Einblick in die inhaltliche Arbeit der Autorengruppe aus dem Blickwinkel der auf jedem Treffen anfallenden Stilblüten, Bonmots und Aphorismen. Zu diesem und letztem Treffen gibt es sie schon, jeweils in mindestens doppelter Ausführung! Hier der vergleichsweise trockenen Auges-Blick auf die Geschehnisse: Es lasen Philipp, den zweiten Teil eines dreiteiligen Projekts, dessen erster "Marienbad" war und dem nun ein klangvolles Ozeanrauschen folgte, Henning einige seiner Gedichte mit pastoralem Duktus, die er teils auswendig vortragen konnte, Yvonne, die mit einer dezent zynischen Kurzgeschichte mit erschreckendem Ende zu begeistern wußte, Frank, der sich gekonnt irgendwo zwischen Expressionismus und Dadaismus bewegt, Dirk, der – wie immer :-) verwirrte und ich, der die Weiterentwicklung meines "Fluchtgedichtes" nachspüren lassen wollte. Anwesend waren neben den Vortragenden: Jörg, Katharina, Manfred, Sandra, Christoph und Michael. (Diese Angaben sind – wie immer – ohne Schießgewähr...)




16. Treffen: Mittwoch, 13. Dezember 2000

Unsere Treffen erwarte ich jedesmal mit großer Vorfreude, die – von den mageren Teilnehmerzahlen damals im Frühjahr und Frühsommer abgesehen – bisher nie enttäuscht wurde. Trotzt großer Ziele, die noch vor uns liegen, ist es auch Zeit, sich einmal zurückzulehnen und auf Erreichtes stolz zurückzublicken. Um unseren Zirkel kreisen inzwischen mehr als zwanzig interessante Köpfe, mehr als die Hälfte davon trägt eine unübersehbare Begabung mit sich herum, und die anderen sind auf dem besten Weg, diese mit Geduld und Arbeit freizulegen. Unsere lyrischen Glanzstücke können sich leider (noch) nicht online befinden, da sie damit veröffentlicht wären und für keinen Literaturwettbewerb oder Verlag mehr in Frage kämen. Auch haben wir momentan recht viele experimentelle Dinge online, die natürlich kein Spiegel für Werke von höherer Qualität sind. Es ist jetzt etwas mehr als ein Jahr her, daß ich damit begonnen hatte, große, bunte Plakate überall an der Uni aufzuhängen um das Projekt "Autorengruppe KeimZeit – Erlanger Literaturzirkel zur Jahrtausendwende" ins Leben zu rufen. Im Februar wird sich unser erstes Treffen jähren. Inzwischen sind wir nicht nur die einzige öffentliche Autorengruppe für junge Autoren in Erlangen, sondern haben auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Nürnberg sowie aus der ganzen Region unter uns.
Der Mittwoch ist und bleibt eine "Plattform", auf der wir uns und unsere Werke gegenseitig kennenlernen und letztere auch mit zunehmender, produktiver Härte kritisieren. Eine Stunde vor diesem Treffen ist Zeit zum Experimentieren und für Stilübungen. Demnächst werden wir auch gelegentlich einen Literatursalon abhalten, wo wir uns treffen, um uns auch mal Texte fremder und namhafter Autoren gegenseitig vorzulesen. Zusätzlich ist ein Workshop geplant, der sich speziell an die Leute richtet, die Literatur veröffentlichen wollen und sich zu diesem Thema austauschen möchten. Schließlich wollen wir auch ein paar Stunden dafür hernehmen, das Vorlesen und Vortragen eigener Gedichte und Textausschnitte nach rhetorischen Gesichtspunkten zu üben.
Heute wurde wieder vorgelesen. Katharina las eine traurige Liebeskurzgeschichte mit "mädchenhaftem Charme", eine Geschichte, die aber noch ein paar Ecken und Kanten hatte, die noch abzufeilen sind. Andreas trug Passagen aus seinem Erstlingswerk vor, ein Historienroman mit gut recherchiertem Hintergrund. Selbst aber unzufrieden mit dem Geschriebenen steht dieses Werk vor einer Generalüberarbeitung. Die Notwendigkeit dieses Schrittes wurde von unserer reichhaltigen Kritik bestätigt, die insbesondere mehr Dramaturgie und Innensicht-Perspektive forderte. Nach ausführlicher Diskussion folgte schließlich unser "Überraschungsgast" Roland, der mit seiner Vorlesung eines Kinderbuches überall das Gefühl hinterließ, damit jederzeit auch eine größere Öffentlichkeit begeistern zu können. Auch wenn sich "Ranzepanze" nicht von allen eindeutig in die Kinderbuchecke einordnen läßt, so ist das wohl auch nicht beabsichtigt, aber dank der Vorlesequalität dieses Stückes ohne Bedenken möglich. Die vielen heiteren Wortspielereien lassen ausgerechnet den geübten Leser stolpern und bereiten Kindern kaum Probleme. Insgesamt kommt dieses Bilderbuch so herrlich anarchisch daher, daß es auch bei Erwachsenen eine beinahe diebische Freude hervorruft. Man stelle sich vor, eine Staubmilbe namens Ranzepanze die unentwegt mir ihrem Polterwagen auf einem trägen Manne namens Pupsgeige unterwegs ist und diesen auf der Suche nach ihrem Hirn nicht zur Ruhe kommen läßt... Buch und CD sind zumindest schon im Eigenverlag zu erstehen, ich denke aber, daß sich da auch bald größere Verlage darum "kümmern" würden.
Anwesend waren neben den Vortragenden: Michael, Christian, Philipp, Frank, Jörg, Dirk, Tobias, Henning und eine junge Frau, deren Namen ich leider vergessen habe. Mike war zu Gast aus Amerika, auf sein Feedback bin ich gespannt.




17. Treffen: Mittwoch, 27. Dezember 2000

Erwartungsgemäß blieb dieses Treffen zwischen den Feiertagen kaum besucht. Frank und ich trafen auf einen neuen Interessenten. Udo, unser nun wohl ältester Teilnehmer, sprach mit uns ausführlich über seine Lyrik und seine Erwartungen, die er einem literarisches Treffen dieser Art entgegenbringt. Wir stellten stellvertretend Auszüge aus unsere Arbeit und die Möglichkeiten vor, die unsere Gruppe bietet. Dieses Treffen blieb ganz in einem kleinen, gemütlichen 3-Personen-Rahmen und endete auch etwas früher als sonst. Anwesend: Udo, Frank, Christian.

Unsere nächsten Treffen: 10.01.2001 und 24.01.2001




18. Treffen: Mittwoch, 10. Januar 2001

Unser erstes Treffen im 3. Jahrtausend! Was immer das auch bedeuten mag... Für uns bedeutete es in erster Linie, daß wieder gelesen und viel diskutiert wurde. Michael las seinen "Hühnerzüchter", ein Märchen über Kunst und Kapitalismus. Henning trug Gedichte vor, die zunehmend deutlicher kritisiert, aber nicht abgelehnt wurden. Wünschenswert wäre eine klarere Entwicklung weg von "leeren" Allgemeinplätzen hin zu individueller Ausdruckskraft und echt lyrischen Elementen, die über ein halbherziges Reimschema hinausgehen. Philipp las eine zweiteilige Kurzgeschichte in der er über die Würde des Menschen reflektierte. Während der erste Teil ausgesprochen gut ankam, würde man mit dem zweiten Teil vielleicht unzufrieden sein, wenn dieser für sich alleine stehen müßte. In der Kellerkneipe wurde der Abend spät und mündete in heiße, politische Diskussionen. Neben den Lesenden waren anwesend: Andreas, Frank, Katharina, Jörg, Laptop1, Dirk, Laptop2, Tobias, Christian, Roland.




19. Treffen: Mittwoch, 24. Januar 2001

Jetzt sind sie schon verkabelt! Und zeugen witzige Protocollagen, die es vielleicht auch bald online geben wird. Die Rede ist von unseren Protocollagisten, die extra tonnenweise PC-Ausrüstung mitschleppen, um auch ja alles einzufangen. Doch auch so gibt's Neues. Dies war ein Treffen, an dem so deutlich wie lange nicht mehr Fortschritte bei eigentlich allen Vortragenden zu erkennen waren. Wir nähern uns nun unausweichlich einem literarischen Niveau! (Wird Zeit, davon auch mal etwas online zu zeigen, nur haben alle Angst, daß sie das dann nicht mehr bei Literaturwettbewerben einreichen können.) Andreas machte uns abermals auf einige Wettbewerbe aufmerksam und es ist angedacht, gemeinsam beim Berliner "Open Mike" mitzumischen. Frank las zuerst, sein "Roter Eisraub" entzog sich zwar stark der Kritik, hinterließ aber dennoch (oder gerade deshalb) – wie vieles von ihm – tiefen Eindruck. Manfred meldete sich mit einem interessanten Splitterwerk aus Handlungsfetzen bei den "ernsthaften" Literaten zurück, nachdem man vorher oft das Gefühl hatte, er würde Gedichte nur aus Jux und Tollerei schreiben. Der Publikumsreaktion nach zu urteilen gelang es mir, mit einem expressionistisch-surrealistischen Eisbären-Gedicht zu begeistern, das von vielen ebenfalls als eine Art Wende in meinem lyrischen Schaffen angesehen wurde. Henning las einen kurzen Prosatext mit mythologischem Kontext (eine Kürzung würde die Pointe verstärken) und stellte sich damit neben Philipp, der ein ähnliches, sehr gut gelungenes Werk von sich zum Besten gab. Yvonne bewies eben auch mal kurz ihre mythologische Sattelfestigkeit und stellte einen zweiteiligen Text vor, der in einem psychologisch scharf beobachtenden Stil zwischen Realismus und Sarkasmus daherkam; der erste Teil verblaßte etwas neben dem zweiten, welcher sehr effektvoll war. Danach feierten wir ausgelassen unsere heutige Sitzung in dem Vortrag der soeben entstandenen Protocollagen. Katharina, Jörg und Dirk hatten damit die Lacher auf ihrer Seite. Der Abschluß befand sich, wie fast immer – auf Kellerbühnenniveau, denn am Mittwoch sind die Pizzen billiger :-) Anwesend: eigentlich alle schon aufgezählt! Plus zwei Besucher bzw. neue Teilnehmer: Michael und Matthias. Jemanden vergessen?
PS: wir sollten uns mal Gedanken machen, ob wir nicht auch einen literaturtheoretischen Background oder ein übergeordnetes, offenes Konzept diskutieren wollen!




20. Treffen: Mittwoch, 7. Februar 2001

Gelesen wurden diesmal zum einen Lyrik und Kurzprosa von Andreas, mit der er die ganze Bandbreite von relativ positiver bis skeptischer Kritik einfuhr; zudem las Katharina, die eine kurze Novelle in einem unabgeschlossenem Stadium vorstellte, in der sie ihrem märchenhaftem Erzählstil treu blieb und Frank las einen kurzen Text, der den Kern einer künftigen Poetologie vorstellte. Begleitet wurden die Lesungen von einer durchaus heftigen Diskussion darüber, inwieweit es nicht wünschenswert, schön oder wichtig oder überflüssig, kopflastig und hemmend sei, sich Gedanken über einen theoretischen, poetologischen oder philosophischen Background zu machen, mit dem man seine Werke eventuell qualitativ unterfüttern und der eigenen literarischen Entwicklung neue Impulse verschaffen könnte. Auch der Plan zur Schaffung einer Anthologie wurde konkretisiert. Wir werden allerdings einleitende oder begleitende Texte so neutral verfassen müssen, daß wir niemandem in einen poetologischen bzw. literarischen Zusammenhang stellen, den die einzelne teilnehmende Person vielleicht nicht wünscht. Ebenso sollten wir ausschließen, daß unser gemeinsames Werk Zweifel an seiner Ernsthaftigkeit aufkommen lassen könnte. Insofern steht es jedem frei, welchen Hintergrund und welche Motivation sie oder er zum Schreiben benötigt oder nicht, jedoch sollte die Qualität der in die Anthologie aufzunehmenden Texte stimmen, über die streng geurteilt werden muß.
Mit ihrer Anwesenheit glänzten: Jogi, Katharina, Dirk, Andreas, Frank, Philipp, Yvonne, Manfred und Christian.




21. Treffen: Mittwoch, 21. Februar 2001

Gelesen und getan haben wir diesmal nicht viel. Die Lesebedingungen werden schlechter, da in den benachbarten Räumen viel gelärmt wird. Ich trug einen Text vor, den ich im Stile meines "Eisbärengedichtes" halten wollte, der aber im Gegensatz zu diesem nicht als gelungen empfunden wurde. Wir verkrümelten uns bald in die Kellerbühnen. Eine Anwesenheitsliste bringe ich wegen zu großem zeitlichen Abstand leider nicht mehr auf die Reihe.




22. Treffen: Mittwoch, 7. März 2001

Ich war das erste Mal selbst nicht anwesend, weshalb ich nicht viel zu diesem Treffen schreiben kann. Mir wurde gesagt, daß es hitzige und produktive Auseinandersetzungen gab. Hoffentlich wurde niemand vergrault :-)




23. Treffen: Mittwoch, 4. April 2001

Semesterferien – das bedeutet leider auch, daß einige sonst regelmäßige Teilnehmer nicht mehr in hiesigen Gefilden weilen und unsere Treffen deshalb etwas magerer ausfallen. Doch diesmal gab es neue Impulse, einen frischen Aufwind für Wortwerk. Nach längerer Unsicherheit bezüglich unserer Räumlichkeiten bekamen wir nun endlich wieder eine feste Bleibe. Abgelegen, ruhig und sozusagen exklusiv: die Künstlergarderobe im E-Werk (erreichbar über das Erdgeschoß, durch die große Mehrzweckhalle, hinter der Bühne findet sich links eine schmale Treppe, der aufwärts zu folgen ist...). Wir dürfen für unsere Lesungen auch die ganze Halle nutzen. Optimal, um unseren Vortrag richtig einzuüben. Die Stimmung war dank dieser neuen Möglichkeiten und einiger sehr guter Texte hervorragend. Es lasen Philipp, Dirk und ich. Anwesend waren darüber hinaus Jogi, Manfred und Henning.




24. Treffen: Mittwoch, 18. April 2001

Wieder nutzten wir die ganze Halle zum Vortrag. Es lasen Katharina und Dirk. Zudem wurde beschlossen, konsequent die Anthologie in Angriff zu nehmen und dieses Projekt bis Ende Mai über die Bühne zu bringen. Dazu wollen wir uns ab sofort wöchentlich treffen. Eine Rundmail mit genaueren Angaben über unser Vorhaben wurde von Dirk verschickt. Anwesend waren neben den Lesenden Andreas, Christoph und ich.

ACHTUNG: BIS ENDE MAI TREFFEN WIR UNS AB SOFORT JEDEN MITTWOCH STATT ALLE ZWEI WOCHEN (VOR DER MEHRZWECKHALLE BZW. IN DER KÜNSTLERGARDEROBE)!




25. Treffen: Mittwoch, 25. April 2001

Andreas übernimmt den organisatorischen Teil unseres Anthologieprojekts. Bisher gehen wir davon aus, daß sich etwa elf oder zwölf Wortwerker an dem Projekt beteiligen. Darüber hinaus lenkte er unsere Aufmerksamkeit auf mehrere Literaturwettbewerbe und verteilte dazu Infozettel. Im Anschluß daran belagerten wir abermals die große Halle. Andreas las eine realistische Kurzgeschichte mit viel Gefühl für Details. Sehr provokative bzw. heftige Textstellen wurden heiß diskutiert. Katharina las zwei Gedichte, die sie nicht zur Diskussion stellte. Ich trug einen kurzen Text vor, der eventuell einen neuen Roman einleiten wird und ebenfalls Beachtung fand. In obligatorischer Weise wurde der Abend in den Kellerbühnen besiegelt. Außer den Lesenden waren noch anwesend: Manfred, Michael, Henning und Tobias

ACHTUNG: Alle, die an der Anthologie mitwirken möchten, sollten innerhalb der nächsten ein bis zwei Wochen ihre Textauswahl treffen und Textkopien in ausreichender Anzahl mitnehmen.




26. Treffen: Mittwoch, 2. Mai 2001

Auch der Garten ist schön. Das heutige Treffen war eine Outdoor-Veranstaltung. Das könnte ein Problem für neue InteressentInnen sein: man darf nicht davon ausgehen, uns immer (wenn überhaupt) an der selben Stelle finden zu können – aber wir fallen auf! :-)
Auch diesmal standen die Texte für die Anthologie im Vordergrund. Wir beschlossen, das Layout in die Hand des Laufschrift-Verlages zu legen. Michael stellte einen langen Text vor, der trotz seiner erzählerischen Stärken unterschiedlich aufgenommen wurde – einige vermissten den Spannungsbogen. Henning gelang mit einem politisch-parodistischen Dialog ein Stück, das ganz im Gegensatz zu seinen Gedichten auf ungeteilte Zustimmung stieß. Philipp trug Kurzprosa in einem für ihn typischen Schreibstil vor, die – von einzelnen Verbesserungsvorschlägen abgesehen – durchaus überzeugte. Ich las ein experimentelles Gedicht vor, welches sich als zu schwierig und zu wenig durchdacht erwies. Ein anderer Text mit den prosaisch-rhythmischen Eisbär-Elementen traf auf deutlich größere Zustimmung, muß aber noch überarbeitet werden. Neben den Lesenden waren noch Dirk, Katharina, Andreas und Yvonne anwesend.




27. Treffen: Mittwoch, 9. Mai 2001

Der wöchentliche Turnus bekommt uns (und vor allem der Anthologie) gut. Dennoch muß ein Zahn zugelegt werden: Es fehlen noch viele Texte, von versprochener graphischer Untermalung ganz zu schweigen. Einige organisatorische Dinge wurden im Garten geklärt und ein paar Korrekturvorschläge zu bereits vorgelesenen Anthologie-Kandidaten ausgetauscht. In der Künstlergarderobe arbeiteten wir dann intensiv an den Texten. Besonders erfreulich war das Comeback von Frank, der aus gesundheitlichen Gründen länger gefehlt hatte. In erster Linie konnten zwei neue Gedichte von ihm wieder schwer begeistern, während ein bisher nicht gekanntes Prosastück einige Problemstellen aufwies, die diskutiert wurden. Andreas überraschte mit einem für ihn bisher völlig atypischen Text, der experimentelle, surrealistische, politische und böse-satirische Elemente enthielt und ihm auf den Weg zum CSU-Parteibuch sicher nicht behilflich sein wird :-). Nichts desto Trotz empfanden einige diesen Text als seinen bisher stärksten. Philipps Satire auf die Lexikongebildetheit war ein ausbaufähiger aber durchaus respektabler Ausflug ins Humoristische. Neben den Lesenden waren anwesend (wenn auch z.T. nur kurz): Dirk, Katharina, Yvonne, Henning, Andreas und ich.

PS: Ab sofort stehen für jede/n Teilnehmer/in eine Mailadresse zur Verfügung (Vorname@wortwerk.net)! Und: bis zum nächsten Mal bitte alle noch fehlenden Anthologietexte mitbringen!




28. Treffen: Mittwoch, 16. Mai 2001

Wieder ein produktiver Abend. Katharina stellte ein bereits gelesenes Gedicht zum zweiten Male vor, ich gab die dritte Fassung eines problematischen Gedichts zum Besten, die aber im Hörempfinden hinter Version 2.0 zurückfiel. Jan trug eine Kurzgeschichte vor (Generalverdacht), die in ihren Einzelheiten diskutiert wurde und an sich nicht schlecht war. Frank stellte sein bisher kürzestes Gedicht vor, welches aber nicht nur in seiner Länge etwas hinter seinen Vorgängern zurück blieb. Dirk überzeugte mit drei Texten (2x Lyrik, 1x Brief- bzw. Mailform), die miteinander in engem Zusammenhang stehen und sowohl ernsthaft-sinnliche als auch humoristische sowie bewußt kindliche Züge tragen. Allein seine formalen Metamorphosen entziehen sich bisweilen dem Nachvollzug. Andreas las ein älteres, nachbearbeitetes Werk, in dem eine düstere Stimmung gut eingefangen wurde – mit einem noch vorzunehmenden Feinschliff ein weiterer solider Text aus seiner Feder.

Vor der Textarbeit versammelten wir uns in den Kellerbühnen, um organisatorische Dinge zu klären. Wir diskutierten über Bildmaterial, Cover und Format sowie Papierqualität der geplanten Erstausgabe unserer Wortwerksammlung.

Problematisch an unseren neuen, ansonsten sehr vorteilhaften Räumlichkeiten im E-Werk ist, daß nach ihrem Betreten die Türen hinter uns verschlossen werden müssen und wir eigentlich nur gesammelt in die Künstlergarderobe geleitet werden können. Deshalb werden wir uns in Zukunft immer erst eine knappe Stunde (bis etwa 21:00 Uhr) in den Kellerbühnen (oder im Garten) aufhalten, bevor wir nach oben bzw. in die Halle gehen, die dann ohne Hausverantwortlichem nicht mehr betreten werden kann. Nachzügler müssen sich an den HV wenden. Dazu an der Bar nach dem HV fragen bzw. gleich an einem internen Telefon die Nummer 24 wählen und diesen freundlich herbeibeordern. Das ist die momentan einzige, praktikable Lösung.

Also: falls uns jemand am Mittwoch Abend nicht mehr finden sollte, HV anrufen (interne Nr.: 24). Wir sind in den meisten Fällen bis 23:00 Uhr oder länger im Hause!

Neben den Lesenden waren anwesend: Manfred und Henning




29. Treffen: Mittwoch, 23. Mai 2001

Wegen Unifete gestaltete es sich schwierig, einen ruhigen Rahmen für produktives Arbeiten zu finden. Wir klärten ein paar organisatorische Dinge, insbesondere ob wir neben Franks Fotos auch Graphiken von Manfred in die Anthologie aufnehmen wollen. Dies wurde aber noch nicht restlos geklärt. Wir bewerteten auf Bitte des nicht anwesenden Tobias seine Gedichte und erstellten Verbesserungsvorschläge und ein Ranking für deren Plazierung in der Ausgabe. Katharina lud uns daraufhin (nach Verzehr aller Pizzen! Mittwoch ist ja Pizza-Tag!) in ihre WG ein, wo wir in angenehmer Atmosphäre unser Treffen bis ca. 3:30 Uhr Morgens ausweiteten. Yvonne las eine psychologisch feinfühlige, interessante Kurzgeschichte über ein unglückliche Liebe, die besonders dadurch an Stärke gewann, daß wir davon ausgingen, es wäre "nur" von einer Frauenfreundschaft die Rede. Ich stellte endlich den schon mit "Gaia" beabsichtigten, gelungenen Nachfolger der "Eisbären" vor, die "Zwischennetzreisen" kamen gut an. Franks "Jungvolkgedicht" bestach zwar wieder durch Bildkraft, er verwendete aber einige Begriffe und Bilder nicht überlegt genug, um eine "mehrheitsfähige Begeisterung" auszulösen. Im Laufe des langen Abends experimentierten wir wieder – mit spontanen Kurzgeschichten zur Vorgabe "Alte Frau, Brücke, Hund, Hundeleine" die z.T. recht interessant und aussagekräftig wurden. Alles in allem war dies eines der schönsten Treffen bisher.

Neben den Lesenden waren anwesend: Michael, Katharina, Philipp und andere? Da manche schon früher gehen mußten, behielt ich nicht ganz den Überblick.




30. Treffen: Mittwoch, 30. Mai 2001

Eine weitere Zusammenkunft unter Nutzung aller hervorragenden E-Werk-Gegebenheiten (wie sei an einem ruhigen Mittwoch eigentlich immer vorhanden sind). Die Zugabe von Mannis Graphiken (2 bis3) wurde beschlossen, außerdem trafen wir eine verbindliche Auswahl aus Franks Fotoschatz. Bei Andreas sammeln sich langsam die Texte, welche im rtf-Format (Richtext) auf Diskette vorliegen müssen. Bis zum übernächsten Mal müssen alle AnthologieteilnehmerInnen die erforderliche Beteiligung dabei haben (die durch Verkauf der Hefte aber wieder reingeholt werden kann). Zusammen mit Tobias wurden nochmals dessen Gedichte angesprochen, weitere kleine Verbesserungsvorschläge aber leider von ihm unter Verweis auf die Abgeschlossenheit der Texte abgelehnt. In der Halle wurde zuerst ein Gruppenfoto in Szene gesetzt, anschließend "spielten" bzw. lasen Katharina und Dirk ein Romeo-und-Julia-Dialog vor, der seine Premiere auf einer Veranstaltung in Leipzig haben wird. Weitere Texte folgten: Yvonne, die trotz Magisterarbeit zur Zeit äußerst produktiv ist, las eine ebenfalls wieder sehr positiv aufgenommene Kurzgeschichte mit dem für sie typischen Gespür für menschliche Stimmungslagen vor. Mit der vierten Überarbeitung meines "Dispositionsgedichtes" traf ich endlich auf ein Echo, das dafür sprach, das Gedicht nun so zu belassen – bevor es zu einem Running Gag wird... Henning, dessen Gedichte sich nicht für die Anthologie eigneten, überraschte wieder mit zwei politischen Dialogtexten, von denen zumindest einer sehr aktuell und recht spritzig, locker und einfallsreich daher kam. Philipp präsentierte uns eine Kurzgeschichte im Stadium einer "mörderischen" Idee, die aber noch ausgearbeitet werden muß.

Neben den Lesenden waren anwesend: Tobias, Frank, Andreas, Michael und Manfred.




31. Treffen: Mittwoch, 6. Juni 2001

Wortwerk mußte Bergwerk weichen, weshalb wir uns nur relativ kurz im Garten zusammensetzten. Wir waren diesmal eh nur zu fünft. Manfred las eines seiner neuen Gedichte, das durchaus durchdacht und überzeugend erschien und genau besprochen wurde. Ebenfalls sehr überzeugend trug Frank ein Gedicht vor, das ich verfaßt hatte. Philipp versuchte uns anschließend anhand einer ausführlichen Textanalyse davon zu überzeugen, daß das Gedicht tatsächlich von Frank sei – bis wir unseren kleinen Schabernack verrieten.

Ihren Spaß hatten: Manfred, Henning, Frank, Philipp und ich.




32. Treffen: Mittwoch, 13. Juni 2001

Das erste Feed-Back zu unseren Texten, das uns Andreas von der Laufschrift-Redaktion übermittelte, überraschte und verwunderte uns zum Teil sehr. Ich werde wohl nie verzeihen können, daß meine "Zwischennetzreisen" als zu apokalyptisch empfunden wurden. Dennoch bin ich davon überzeugt, daß unsere Texte insgesamt überzeugen werden und bereits großen Eindruck hinterließen. Frank und mir wurde die Ehre zu Teil, das Vorwort für die erste Anthologie zu verfassen. Allerdings ließ man an unserem ersten Vorschlag, den ich heute vorlas, kein gutes Haar. So werde ich bis zum Wochenende eine zweite Fassung erstellen, in die ich die Verbesserungswünsche weitgehend einarbeiten werde. Im Laufe des Abends versuchten wir noch, das Interview vom Radio-Unimax aus dem Äther zu fischen (Frank und ich wurden am letzten Mittwoch zur Autorengruppe interviewed), doch wir bekamen bedauerlicher Weise den Sender nicht in die Kiste. Zum Trost stellte uns Philipp seine "Lichtspiel"-Variationen vor. Die fünf zusammengehörigen Texte ergaben ein interessantes Wirkungsspektrum und wurden – wie üblich – ernsthaft diskutiert.

Neben den Lesenden waren anwesend: Frank, Yvonne, Manfred, Andreas und Tobias (anfangs auch Michael).




33. Treffen: Mittwoch, 20. Juni 2001

Im E-Werk-Garten hörten wir von Muscheln und einem Muschelzüchtervolk und von Frank. Davor Organisatorisches, die Anthologie betreffend (am Montag, den 18.06. begleiteten Philipp und ich Andreas zu einer Laufschrift-Sitzung). Nachdem wir mehr oder weniger alle brav unsere Pizza verzehrt hatten, stand uns eine vollkommen bestuhlte große Halle zur Verfügung – damit wir schon mal testen konnten, wie es sich vor Hunderten von Leuten liest. Auch hier wurde (wenn auch leider nicht immer gemeinsam) intensiv an Texten gearbeitet. Nach Frank lasen noch Philipp (eine Kurzgeschichte über Abschiede in Aquarien, der wohl das "Etwas" fehlte) und ich (ein Experimentalgedicht auf Onlineforen-Niveau, das von manchen – wenn überhaupt – nur ironisch verstanden sein wollte und ein Astrophysiker-Tagebuch, das man als Vorlage für größere Projekte gelten ließ).

Neben den Lesenden waren anwesend: Tobias, Jörg, Dirk, Katharina, Michael, Manfred und Andreas.

Am Donnerstag trafen sich Katharina, Andreas, Philipp, Frank und ich zu einer Lesung der Erlanger Autorin Ursula Naumann, "Pribers Paradies".




34. Treffen: Mittwoch, 27. Juni 2001

Die letzten organisatorischen Feinheiten für die Anthologie. Einzig und allein das Vorwort blieb nach diesem Treffen noch offen, das Layout wurde am folgenden Tag von Andreas, Philipp, Frank und mir mit der LAUFSCHRIFT-Redaktion festgelegt, ebenso das Titelbild. An diesem Mittwoch las Frank seine Muschelgeschichte weiter, die sich dazu anschickt, vielleicht zu einem richtigen Roman zu werden. Katharina las gleich mehrere Kurzgeschichten, in einer experimentierte sie mit einer ungewöhnlichen Du-Perspektive. Auch ich stellte den Anfang eines beabsichtigten Romanprojekts vor. Sehr erfreulich war, daß wir seit längerer Zeit wieder einen Gast bei uns begrüßen durften – wir sind gespannt, ob sich Julia unserer Gruppe anschließt. Nach dem Treffen hätten wir gerne ein paar unsinnige Spontanaktionen veranstaltet, das Wetter leuchtete und warme Sturmböen luden unsere Stimmung auf. Aber unkooperative Spätvorstellungszeiten, die uns tendenziell zu früh waren, verhinderten, daß wir uns geschlossen über den Kinofilm "Tomb-Raider" hätten lustig machen können. Laut Kinobesucheraussagen in den Folgetagen wäre uns das aber sowieso nicht gelungen, da wir diese derbe Niveaulosigkeit vielleicht nicht einmal mit Humor überstanden hätten.

Neben den Lesenden waren anwesend: Andreas (nur während des organisatorischen Teils), Manfred, Henning, Julia.

Am Donnerstag war (wie erwähnt) ein Treffen mit der LAUFSCHRIFT-Redaktion.




35. Treffen: Mittwoch, 4. Juli 2001

Dem LAUFSCHRIFT-Vorwort ging es nur unwesentlich besser, als meinem Versuch (der bis auf die Überschrift abgelehnt worden war). Hier störten uns die rezensierenden Passagen (eine solche Kritik in einem Vorwort ist unüblich) und die Quasi-Unterstellung, wir würden uns von älteren bzw. etablierteren Autoren grundsätzlich abkapseln wollen. Das Vorwort wurde etwa auf die Hälfte gekürzt und soll am nächsten Montag nochmals den Verfassern vorgelegt werden. Leider mußten wir auch hinnehmen, daß der Druck um 50% teuerer ausfallen wird, als geplant. Deshalb hielten Yvonne und ich in den nächsten Tagen Ausschau nach günstigeren Angeboten, waren aber ohne Erfolg, das ursprüngliche Angebot ist weiterhin konkurrenzlos günstig. Im folgenden widmeten wir uns unserem nächsten Ziel: einer möglichst gemeinschaftlichen Teilnahme am Berliner Literaturwettbewerb "open mike". Dazu stellte Andreas ein Text vor, der die durch den Wettbewerb vorgegebene Lesezeit von 15 Minuten deutlich überschritt und trotz atmosphärischer Dichte nicht überall überzeugen konnte, vor allem nicht im zweiten Teil. Yvonne las ihre Käferstory, die überwiegend Anklang fand, von einer weiteren Überarbeitung aber profitieren würde. Dirk wieder einmal mit einem kurzen Gedicht, das während des Treffens entstand.

Neben den Lesenden waren anwesend: Michael, Henning, Tobias, Philipp, Manfred, Jörg und ich.




36. Treffen: Mittwoch, 11. Juli 2001

Am Nachmittag besuchten Andreas, Frank und ich das Kulturamt der Stadt Erlangen. Wir erkundigten uns, welche literarisch-kulturelle Gruppen und Veranstaltungen es noch in Erlangen und Umgebung gibt und welche Förderungsmöglichkeiten existieren. Wie erfuhren, daß wir tatsächlich die einzige bekannte, produktive Autorengruppe für junge Autorinnen und Autoren im ganzen Großraum (!) sind. Abends im E-Werk-Garten entführte uns Tobias erzählerisch in die ersten fertigen Passagen seines geplanten Jugendromans. Hier entsteht ein wohl vielversprechendes Werk, indem der Autor schon recht bald den geeigneten Erzählstil gefunden hat. Kleinere Verbesserungsvorschläge gaben wir an ihn weiter. In der Halle stellte ich meinen open mike-Beitrag vor, der sehr gut aufgenommen wurde, die Publikumsreaktion ermutigte mich sehr. Dirk trug ein ad hoc-Gedicht vor, das während des Vortrags im Kopf entstand und eine unglaubliche Vertrautheit des Dichters mit seiner Symbolik und seinem ganz eigenen Stil demonstrierte, wir waren beeindruckt. Yvonne las eine bereits überarbeitete Liebeskummerkurzgeschichte vor, die nun auch durch ihren neuen Schluß sehr überzeugte. Im Anschluß ergab sich eine spannende Diskussion über unsere Erfahrungen mit (zu) autobiographischem Schreiben und welche Gefahren sich dadurch für den Autor ergeben. Dieses äußerst produktive Treffen, indem wir uns gegenseitig mit Begeisterung ansteckten, wurde allein durch die "E-Werk-Sperrstunde" um 1 Uhr begrenzt. Gerne hätten wir uns noch mit Franks Penöken beschäftigt. Neben den Lesenden waren Manfred, Frank und Henning da. Am Donnerstag waren Dirk, Tobias und ich auf einer LAUFSCHRIFT-Lesung im KUNO, wo Andreas und Yvonne lasen (sie sogar einen eigenen Text).




37. Treffen: Mittwoch, 18. Juli 2001

Andreas und ich wiesen auf einige organisatorische Dinge hin, die während der nächsten Wochen bis Monate beachtet werden müssen. Hier seien folgende Punkte genannt: bei "Eine Stadt liest" melden, wegen Platenhäuschen anfragen, Herrn Fischer Teilnahme unserer Gruppe am Poetenfest vorschlagen, Redaktionsschluß regionaler Zeitungen beachten, um unsere Lesungen im Herbst anzukündigen, Kontakt mit Radio Z aufnehmen und auch mit der NGL. Für unsere nächste Anthologie soll schon bis Ende 2001 ein Finanzierungsplan stehen, damit wir Fördergelder beantragen können. Soviel dazu. Gelesen und konstruktiv kritisiert wurde auch wieder. Dirk stellte seinen Open Mike-Beitrag vor, ein größeres lyrisches Werk über Züge und Schnittfolgen. In der Künstlergarderobe stellte Yvonne ihren Wettbewerbstext vor, experimentelle Kurzprosa, durch eine Fragesatzstruktur in beklemmender Schwebe gehalten; dem sehr gelungenen Text muß aber noch ein Gegenpart hinzugefügt werden, um den Wettbewerbsumfang zu genügen und seine Wirkung zu verstärken. Philipps Beitrag wurde noch einmal kurz angeschnitten, bevor wir uns ausführlich Manfreds Open-Mike-Text widmeten. Hier hatten wir grundsätzliche, kritische Anmerkungen, es würde sich lohnen, den Text noch einmal weitgehend neu aufzubauen. Andreas stellte uns Gedichte für den Wettbewerb "Räuber77" vor. Wir halfen ihm, eine Auswahl zu treffen und gaben Anregungen. Zwischendurch streute ich ein kleines, nicht ganz ernst gemeintes Liebesgedicht ein.

Neben den Lesenden waren anwesend: Michael, Henning, Tobias, Philipp, Jörg, Frank.




38. Treffen: Mittwoch, 25. Juli 2001

Philipp trug eine Kurzgeschichte über die Alterskrise einer Kunstfigur "Herr Kunert" vor. Andreas las zwei Kapitel aus einer für den Rundfunk konzipierten Fortsetzungsgeschichte für Kinder (es ging um einen kleinen, verfrorenen Eisbären). Tobias gab sein Gedicht "An Hellen Kellers Sinnengeburtstag" zum Besten, ich trug aus einer Sammlung von 5 Gedichten vor, von denen wir gemeinsam die besten für meine Teilnahme an "Räuber 77" auswählten und mir sehr produktive Verbesserungsvorschläge zuteil wurden. Frank las ein großes, im Entstehen begriffenes Gedicht über das Gewürz Oregano vor.




39. Treffen: Mittwoch, 1. August 2001

Ein lockeres, witziges und gemütliches Zusammensein ohne besondere Vorkommnisse. Wir versuchten uns in spontanen Kreativitätsausbrüchen, die Anlaß zu manchen Heiterkeitsausbrüchen boten. Die Anthologie ist noch nicht da. Dirk, Philipp, Frank, ich glaube auch Katharina und Jogi waren da, wohl auch Henning (ich weiß nicht mehr so genau) und ich.




40. Treffen: Mittwoch, 8. August 2001 – Ha/erz-Reise

Die Idee einer literarischen Harzreise wurde mit großer Begeisterung aufgenommen, aus organisatorischen und Zeitgründen aber leicht modifiziert. Um etwa halb 12 fuhren wir (Manni, Katharina, Dirk, Frank und ich) nach Nürnberg und besuchten dort das Verkehrsmuseum. Henning und später auch Jogi trafen auch noch ein. Aus den sehr schönen Ausstellungen nahmen wir ganze Zugladungen voll Inspirationen mit und verbrachten einen wunderschönen Nachmittag in Nürnberg.




41. Treffen: Mittwoch, 22. August 2001

Gespannt wurde weniger ich als eine Autoladung voller Anthologien an diesem Mittwoch erwartet. Doch die große Freude an unserem ersten, eigenen Buch wurde dadurch getrübt, daß sich wegen ungenauer Absprachen jemand um ein Gedicht betrogen fühlte – angesichts der "Größe" des Schadens, der vielen Arbeit hinter diesem Buch und der (durch das Fehlen dieses Gedichtes nicht geschmälerten) Gelungenheit unserer Wortwerk-Anthologie, war die Gekränktheit des Betroffenen aber sicher etwas übertrieben und ist inzwischen hoffentlich überwunden. Der Abend war mehr als gerettet, als wir in kleinerer Runde noch (Experimental-?) Fotos austauschten und sowohl Jörg als auch ich aus unserem momentanen Schaffenspool vorlasen.

Neben den Lesenden waren anwesend: Yvonne, Michael, Henning, Tobias und Dirk.




42. Treffen: Mittwoch, 5. September 2001

In den Semesterferien geht es erfahrungsgemäß immer etwas gemütlicher zu. Das haben wir uns auch verdient, nach dem "Anthologie-Streß". Da letztmals erwähnter "Geschädigter" nicht anwesend war, betrachten wir die Sache als erledigt und kehren zu dem zurück, was wir von Anfang an hätten tun sollen: Wir freuen uns über unsere (fast) rundum gelungene Anthologie. Mehr haben wir an diesem Mittwoch dann auch kaum gemacht. Ich schob noch ein kleines Experimentalgedicht dazwischen und ein paar Schweizer Urlaubsimpressionen, Dirk streute ein paar kurze "Kreuz-und-quer-und-Mitschriften" ein (so möchte ich das mal nennen). Organisatorisch wäre anzumerken, daß wir uns bis Ende September darum gekümmert haben sollten, unsere Wortwerk-Anthologie in den entsprechenden Medien präsentieren bzw. besprechen zu lassen!

Katharina, Henning, Andreas, Dirk, ich und später auch Manni waren anwesend.




43. bis 46. Treffen: Mittwoch, 12., 19., 26. September 2001, 3. Oktober 2001

In diesem Monat passierte trotz wöchentlicher Treffen nicht viel. Die durchschnittliche Teilnehmerzahl lag etwa bei 5 Personen. Es wurden kaum eigene Werke vorgestellt und diskutiert, der Charakter dieser Treffen war eher der von gemütlichen und bisweilen spontan-kreativen Zusammenkünften. Inzwischen wurden auch Pressetexte verfaßt, die auf unsere Lesungen aufmerksam machen sollen. Erste Gedanken zu Gestaltung und Rahmenprogramm für die Lesungen sind noch längst nicht ausgereift genug, um sie so umsetzen zu können. Der organisatorische Rahmen mit E-Werk und KuNo ist aber schon weitgehend festgelegt. Darüber hinaus wurde inzwischen ein Förderantrag beim Kulturamt eingereicht. Unsere Lesungen werden auf jeden Fall in den Programmheftchen vom E-Werk und KuNo, im Literaturspiegel, wohl auch im Plärrer angekündigt (bis dahin sind alle Punkte schon organisiert), vielleicht zusätzlich im Doppelpunkt und in den Lokalzeitungen (sofern wir uns noch rechtzeitig darum kümmern). Wie bereits in einer Rundmail von Dirk freudig berichtet wurde, konnte Habib Bektas vom Theatercafé für uns begeistert werden, vielleicht werden wir auch bei ihm lesen können. Die NGL (Neue Gesellschaft für Literatur in Erlangen) reagierte noch sehr zurückhaltend. Eine feste Zusammenarbeit ist allerdings mit dem Uniradio Unimax geplant, Julia Hamann war am 19.09 und am 03.10 bei uns zu Gast. Eventuell eröffnet sich auch eine Zusammenarbeit mit Radio Z.

Wichtig ist nun, daß wir unsere November-Lesungen gestalten, uns um die technischen Voraussetzungen kümmern und das Lesen selbst üben, in einem Monat ist es schon so weit!!! Bitte alle, die sich an der Lesung beteiligen wollen, regelmäßig am Mittwoch anwesend sein, wir treffen uns JEDEN Mittwoch, eine regelmäßige Teilnahme ist dringend erforderlich!

TERMINE:

1. Lesung:
Dienstag, 6. November 2001
20:00 Uhr
E-Werk
Mehrzweckbereich
Eintritt: DM 4.-

2. Lesung:
Donnerstag, 15. November 2001
20:00 Uhr
Kulturladen Nord in NÜRNBERG
Eintritt: DM 4.-





47. Treffen: Mittwoch, 10. Oktober 2001

Heute waren einige organisatorische Dinge nachzuholen. Dirk und ich erarbeiteten am Vormittag gemeinsam ein Rahmenprogramm für unsere Lesungen, das es ermöglichen sollte, sowohl konventionelle als auch unkonventionelle Vortragsweisen unter einen Hut zu bringen und unseren Besuchern ein Überbau auch für anspruchsvollere Texte zu bieten. Wir hatten schon in der Entwurfsphase eine Menge Spaß, der spontan auf einige Wortwerkler übersprang. Generell wurde dem Konzept am Abend zugestimmt, wenn auch einzelne Bedenken geäußert wurden. Nun gilt es, unser Vorhaben zügig umzusetzen und uns nicht in Details zu verlieren. Dazu habe ich eine Rundmail versandt, damit auch Nichtanwesende informiert waren. Später las Andreas zwei Texte. Es sei auf den 100-Wörter-Krimi-Wettbewerb von der Zeitschrift Unicum verwiesen!

Am Abend waren anwesend: Manfred, Yvonne, Andreas, Michael und ich.




48. bis 51. Treffen: Mittwoch, 17., 24., 31. Oktober 2001, 7. November 2001

Diese Treffen standen ganz im Zeichen der kommenden Lesungen. Das ursprüngliche Konzept wurde vereinfacht, denn ein übergeordnetes Motto fand in der Gruppe nicht genug Rückhalt. Am 24. und 31. Oktober übten wir im Mehrzweckbereich. Am Samstag, den 3. November fand die Generalprobe im MZB statt, leider noch ohne Lichteinsatz. Die Lesung am 4. war dennoch ein großer Erfolg, alles klappte ausgezeichnet. Wir hatten etwa 55 Besucher und eine sehr gute Presse-Resonanz. Das Treffen am 7. November verwandelte sich in eine künstlerische Kerzenschein-Session mit Frank, Dirk, Katharina, Philipp, Henning und mir.




52. Treffen: Mittwoch, 14. November 2001

Wir kamen im Tanzwerk zusammen. Beschlossen wurde, daß wir uns um einen offiziellen E-Werk-Gruppenstatus bemühen, alle Anwesenden waren dafür. Unsere E-Werk-Kontaktleute sind Katharina und Dirk, die uns von ihrer ersten E-Werk-Versammlung berichteten (auf der es schwerpunktmäßig um Kühlschränke ging). Unter Beisein einer neuen Wortwerk-Interessentin besprachen wir alle Details für die Donnerstaglesung und lasen neue Texte, die auf der 2ten Lesung mit eingebaut werden sollen. Es fällt wohltuend auf, wie eingespielt und zusammengehörig die Autorengruppe inzwischen ist. Auch die Lesung im KuNo war ein großer Erfolg, etwa 30 Besucher sind sehr gut für eine solche Veranstaltung.

Am Mittwoch waren anwesend: ein Gast, Henning, Philipp, Katharina, Manfred, Yvonne, Andreas, Michael, Frank, Dirk und ich.




53. Treffen: Mittwoch, 21. November 2001

Erfreulich ist der Zustrom neuer Wortwerkler. Diesmal kamen Sabine und Clemens neu dazu (Ulrike besuchte uns das letzte Mal), des weiteren hatten wir Isabel zu Gast. Clemens brachte sich gleich mit einigen Werken ein, die ausführlich besprochen wurden und nicht nur einen ersten, sondern wohl auch einen guten Eindruck machten. Frank ließ Neues von seinen Penöken folgen, hier gab es eine Menge konstruktiver Verbesserungsvorschläge. Ziemlich rasch fanden wir nach all der Zeit zu einem intensiven Arbeitsklima zurück, das sich aber meiner Meinung nach nicht zu sehr in unfruchtbaren Details verlieren sollte.

Neben den genannten waren anwesend: Katharina, Jörg, Manfred, Michael, Dirk, Henning, Philipp und ich.




54. Treffen: Mittwoch, 28. November 2001

Katharina und Dirk klärten mit der Gruppe einen organisatorischen Schwerpunkt, eine Art Vorab-Satzung, in der wir dem E-Werk unsere Ziele als Gruppe vorstellen. Ebenso wurde der finanzielle Rahmen für die nächste Anthologie geklärt und über weitere Punkte diskutiert, wie etwa Gemeinnützigkeit, Wünsche gegenüber dem E-Werk usw. Nach diesem Kraftakt wanden wir uns wieder Texten zu. Andreas las ein drolliges, gelungenes Eisbären-Kapitel für Kinder aus seinem Hörfunkbeitrag, es wurde über ein Text von Katharina diskutiert, Michael stellte uns den Anfang einer neuen Geschichte vor und Clemens brachte sich abermals mit einer neuen Kurzgeschichte ein.

Anwesend waren außerdem noch: Ulrike, Tobias, Manfred, Jörg, Henning, Frank und ich, Isabel war zu Gast.




55. bis 61. Treffen: Mittwoch, 5., 12., 19. Dezember 2001, 9., 16., 23., 30. Januar 2002

Ich entschuldige mich dafür, daß ich mit dem Protokollieren unserer Treffen sehr in Rückstand geraten und nun dazu gezwungen bin, eine lange Zeitspanne sehr grob und lückenhaft zusammen zu fassen. Seither ist unsere Integration in die E-Werk-Gruppenstruktur fortgeschritten und Katharina und Dirk haben wichtige Aufgaben bei den E-Werk-Gruppensitzungen übernommen. Damit hat Wortwerk einen festen Platz im E-Werk-Verein. Währenddessen habe ich dafür gesorgt, daß unsere Kontakte zur Stadt Erlangen nicht abreißen, insbesondere der Aspekt Kulturförderung ist wichtig für uns. Ich habe einen Nachweis für die Mittel des letzten Jahres abgegeben und einen neuen Förderantrag ausgefüllt, den ich kürzlich gemeinsam mit Andreas an Herrn Bauernschmidt von der Kulturförderung weiter gegeben habe. Cathy, Andreas und Clemens sorgten dafür, daß unsere Anthologie zum Verkauf ausliegt.

Selbstverständlich spielte neben den organisatorischen Dingen weiterhin unser literarisches Schaffen und die gemeinsame Arbeit daran die größere Rolle. In letzter Zeit wurden wieder Unmengen an Texten vorgestellt und auch die Beiträge unserer Neuzugänge gewinnen von Mal zu Mal größere Zustimmung und besitzen teilweise schon Tauglichkeit für unsere nächste Anthologie. Bis zum 17. April müssen alle Texte, welche in die nächste Anthologie aufgenommen werden sollen, vorgestellt und besprochen worden sein. Jede(r) Teilnehmer(in) erhält auf 5 Seiten (pro Person) ausreichend Platz für Lyrik, Kurzprosa und andere, experimentelle Formen. Ein freiwilliger Themenschwerpunkt "Wasser" soll unser nächsten Publikation einen Kern verschaffen, um den sich beliebige andere Texte gruppieren. Auch Gemeinschaftsprojekte sollen diesmal berücksichtigt werden. Alle Freunde unserer Autorengruppe dürfen auf die nächste Anthologie sehr gespannt sein!

In der (jungen) literarischen Szene in Erlangen und Nürnberg tut sich einiges in letzter Zeit. Am 20. Februar fand im E-Werk, Kellerbühne, der erste Poetry-Slam in Erlangen statt. 230 Besucher und 12 Poeten sorgten für Stimmung, einige Texte waren von gutem, literarischen Niveau. Die Veranstalter wollen dieses Event an jedem 3. Sonntag im Monat wiederholen, am 17. Februar wird der nächste Slam stattfinden. Auch hier wird sich Wortwerk in nächster Zeit einklinken und auf sich aufmerksam machen. Weitere Infos zum Poetry-Slam gibt es auf www.e-poetry.de. Übrigens hat Matthias Kröner, der uns vor einiger Zeit ebenfalls besucht hat, nun eine eigene Autorengruppe in Nürnberg gegründet. Wir sind schon gespannt auf die literarische Konkurrenz und wünschen ihm, daß er den langen Weg bis zu einer funktionierenden Autorengruppe meistern wird! Ich hoffe, nichts wichtiges vergessen zu haben, verweise an dieser Stelle auch auf die Protocollagen auf unserem Forum und verbleibe mit literarischen Grüßen.




62. Treffen: Mittwoch, 6. Februar 2002

Ein buntes und sehr schönes Treffen. Im Saal (dort liefen bereits Experimente mit einem "Lyrikbauwagen") versammelte sich an diesem Mittwoch wohl die bisherige Rekordteilnehmer- und Besucherzahl. Neben drei neuen Interessentinnen hatten wir einige Gäste, die nach dem Ausfall des E-Werk-Kinos spontan zu uns kamen. Arno las eine sehr gut erzählte Kurzgeschichte, die überwiegend auf Begeisterung stieß. Philipp stellte zwei bereits gelesene und verbesserte Texte vor, die von Stilsicherheit zeugten. Auch Sabine und Frank stellten sich der Kritik, später las auch ich noch Gedichte. Abschließend ein gemütliches gemeinschaftliches Spontandichten nach dem Prinzip "Felsendichtung". Ich zähle nicht mehr auf, wer im einzelnen da war.




63. Treffen: Mittwoch, 13. Februar 2002

Am Aschermittwoch war das E-Werk sinnigerweise völlig geschlossen, auch der Hinweis auf den Haupteingang half da nicht weiter. So suchten wir ein geeignetes Plätzchen in der Stadt, doch nicht alle fanden in den Wirrungen zu uns. Im Hinterzimmer des Intermezzo lasen Philipp, Christian, Katharina2 und Cathy. Abgesehen von unfreiwilligen Regenspaziergängen ein schöner Abend.




64. Treffen: Mittwoch, 20. Februar 2002

Teilnehmerzahl und Begeisterung ebbt scheinbar ein wenig ab, Semesterferien machen sich bemerkbar. Dirk verteilte ein lyrisches Gesamtkunstwerk zum Thema Krieg. Henning las Gedichte. Das führte zu einer langen Diskussion, die auf dem Forum fortgesetzt wird. Katharina R. stellte ebenfalls Texte vor.




65. Treffen: Mittwoch, 27. Februar 2002

Texte und TOPs: Ein Gedicht von einer polnischen Gastautorin, Texte von Katha, ein Text von Henning (Aufsatz kann auch auf dem Diskussionsforum nachgelesen werden), Diskussion über praktische Fragen zum Schreiben, theoretisch-poetologische Fragen zur Lyrik sowie gemeinsame Beratung bezüglich unseres Haushaltsplans, anschließend noch ein gemeinsames Gedicht von Frank und mir sowie ein weiteres von mir.




66. Treffen: Mittwoch, 6. März 2002

Besprochen wurden eine Aphorismensammlung von Tobias, Haiku von Frank und ein Text bzw. Rezept von Katharina R. Katha stellte uns den vom E-Werk genehmigten Haushalt vor. Bitte um Ein- bzw. Zuspruch, falls dieses Treffen nicht hinreichend dokumentiert ist.

PS: Zum Kopieren von Texten dürfen wir den Kopierer im E-Werk benutzen!




67. Treffen: Mittwoch, 13. März 2002

Ausführliche Textarbeit und Diskussion anhand von drei Gedichten von Katharina R., einem Gedicht von Frank, einem begeistert aufgenommenen Prosatext von Yvonne sowie einem weiteren Text von Sabine.

PS: Bitte um Zusendung von Fotos und Texten aller Teilnehmer für Überarbeitung der Homepage!


Die Protokolle wurden von Christian Schloyer verfaßt.
Ab Mitte März 2002 bis Ende Mai 2002 wurden wegen der Arbeit an der neuen Wortwerk-Homepage keine Protokolle geschrieben. Während dieser Zeit drehte sich alles um unsere 2. Anthologie, die im Sommer erscheinen soll.
Ab Juni 2002 werden die Protokolle auf dem Forum weiter geführt!


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